Gegen 12 Uhr hoben sich die Wolken vom Startplatz und nur Sekunden später befand sich die erste (von vielen) Gleitschirmschulen geschlossen in der Luft. Ich wartete zunächst noch auf weitere Drachenpiloten, um mit ihnen gemeinsam auf den Berg zu fahren. Oben darf kein Auto stehenbleiben und da ich zur Zeit noch allein unterwegs bin blieb ich zunächst unten. Die Flugbedingungen entwickelten sich nicht schlecht. Gegen 14:30 Uhr erst kam dann Ad. Wir fuhren hinauf bauten unsere Drachen auf und wurden von einem immer stärker werdenden Bergwind am Boden gehalten.
Nach ca. einer 3/4 Stunde im Gutzeug (eingehängt unterm Drachen) kam dann eine winzige Ablösung den Hang hinauf, die Ad sofort zum Starten nutzte. In der Hoffnung auf eine ähnliche Chance, verbrachte ich eine weitere geschlagene Stunde unterm Drachen und mußte bei immer stärker werdendem Bergwind aufgeben.
Als ich gerade wieder alle Latten aus dem Segel meines Drachens gezogen hatte, kamen Bernie und Didu mit jeweils einem Passagier im Schlepptau den Berg hinauf. Fröhlich bauten sie die Drachen auf und ich erkläret sie beide für vollkommen durchgeknallt. “Du musst einfach in Interlaken vertrauen”, sagte Didu – schwang sich in sein Gurtzeug, nahm seinen Mitflieger und ging zum Startplatz. Wie auf sein Zeichen, drehte der Wind um, bließ sanft Hangaufwärts und wir starteten in kurzer Folge hintereinander raus.
In der Abendthermik ging es dann noch recht gut.