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Abgelegt unter (Neustart) von admin am 28-04-2007

28.04.2007 | Ganz früh starte ich zusammen mit meinem Vater nach Kinding (Bayern). Am Vortag habe ich bei Audi noch den Dachgepäckträger abgeholt und aus dem Baumarkt eine Aluleiter besorgt.

dh_28042007_1.jpgWir treffen um 10 Uhr beim Verkäufer ein. Ein richtig netter junger Bayer, der mit uns sogleich zum Startplatz (ein schöner 180 Meter-Hang mit breiter Rampe und Naturstartmöglichkeit) fährt, wo wir zusammen den Spyder aufbauen. Der sieht wirklich richtig gut aus. Fast wie neu.

Ich nehme ihn zur Probe auf die Schultern und laufe auf der flachen Wiese hinter dem Startplatz ein paar Schritte, um ein Gefühl für den Anstellwinkel und das Groundhandling zu bekommen. Da passiert es: Nach 3 oder 4 Schritten reißen einige Muskelfasern im linken Oberschenkel und ich setze den Flügel unter Schmerzen ab.

Ich hätte mich nach fünfstündiger Autofahrt zunächst etwas aufwäremn müssen. Zwar habe ich mit 20 Jahren mit dem Drachenfliegen aufgehört, aber die Zeit ist nicht stehen geblieben und ich bin inzwischen doppelt so alt. Und offensichtlich war mein Humpeln seit dem letzten Wochenende am Übungshang doch wohl etwas mehr, als nur ein Muskelkater.

Nun steh ich da – oder besser sitze ich. Jeder Schritt schmerzt höllisch und an einen vernünftigen Start unter den heutigen Bedingungen (es ist fast windstill) ist nicht zu denken. Ich warte und massiere meinen Oberschenkel. Nach ca. einer Stunde bilde ich mir ein, es könnte funktionieren. Nur 4 oder fünf kräftige Schritte …

Ich quetsche mich in den viel zu kleinen Gurt des netten Verkäufers und humpele zum Start. Ich warte lange auf mehr Wind. Nach 20 Minuten kommt er auch – aber von hinten! Es soll nicht sein. Ich gebe auf.

Vielleicht ist es auch besser so. Schlechter konnten die Bedingungen eigentlich auch gar nicht sein. Verletzt, mit unpassendem Gurtzeug, unbekanntem Fluggerät in unbekanntem Gelände bei Rückenwind. Was hätte da passieren können?

Wir wickeln den Kauf ab, packen MEINEN Spyder auf die neue Leiter und machen uns auf den Heimweg. Und morgen geht’s gleich zum Arzt.


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