Gestern Nachmittag war ich mit Andreas, Yeti, Willi und Moritz in Vinsebeck. Ich war seit der Windenschlepp-Ausbildung im April nicht mehr an der Winde und mit dem neuen Combat erst recht nicht. Dieser Zustand sagte mir schon seit einiger Zeit nicht zu. Ich wollte nicht erst an einem Hammertag feststellen, dass mir das Training fehlt, oder ich womöglich nicht mit dem Combat am Seil klarkomme.
Als ich erst um 15:30 Uhr in Vinsebeck ankam startete Yeti gerade und drehte erwartungsgemäß sofort auf. Danach Willi – das gleiche Bild. Moritz und ich hatten eigentlich nicht vor, die Gegend zu erkunden und wollten lediglich Schleppübungen machen. Die teilweise kräftig durchs Gelände ziehenden Ablösungen gefielen und nicht sonderlich – aber an fliegerisch guten Tagen wird man auch nicht mit Butterweichen Schlepps rechnen können – also los!
Moritz schaukelte am Anfang etwas (war bei Yeti aber auch nicht anders) und glitt dann sanft in die Luft. Leider hatte er bei der Landung bei Crosswind und leichten Lee-Einflüssen etwas Pech und muss sich nun einen neunen Steuerbügel einbauen.
Mein erster Schlepp war problemlos. Andreas zog mich nach gründlicher Geländeeinweisung sanft in die Luft. Ich wartete allerdings auch eine derart ruhige Phase ab, dass ich auch nach wenigen Minuten schon wieder am Boden stand. Das war zwar auch eigentlich der Sinn der Aktion, aber ein paar Minuten mehr hätten mir auch gefallen.
Als Yeti nach 1,5 Stunden zurückkehrte, scharrte Andreas schon nervös mit den Hufen. Die beiden tauschten schnell ihre Plätze von Winde zu Drachen und umgekehrt und schon zischte Andreas in Richtung einer sich leider gerade auflösenden Wolke. 15 Minuten später war ich auch wieder Startbereit. Als ich fast über der Winde war, nahm Yeti erwartungsgemäß Gas weg, was ich aber zunächst nicht bemerkte, weil ich direkt in einen kräftigen Bart flog, der für ordentlich Zug am Seil sorgte. Nach dem Klinken drehte ich sofort ein und ließ mich zunächst auf ca. 700 Meter tragen.
Im nächsten Bart drehte ich dann mit Andreas auf ca. 1.200 Meter auf und sah mir danach erst einmal in aller Ruhe das wunderschöne Gelände von oben an. Nach einer Stunde Flugzeit in nach oben hin großräumiger Abendthermik landete ich neben den Segelfliegern und ließ mir (sehr zufrieden) viel Zeit beim Abbauen und beim Landebier.
