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Abgelegt unter (Flugbuch) von Detlev am 04-08-2007

“… broken wings …” so eine Zeile kommt in jedem dritten englichen Schlager vor. Genau so schlecht, wie es sich anhört, fühlt sie sich auch an:

Nach einem schönen, knapp 2-stündigen Flug an der Porta, habe ich mir heute bei der Landung das rechte Flügelrohr zerbrochen. Und zwar auf saudämliche Art. Im Endanflug war ich offensichtlich ein wenig zu langsam und kurz vorm Boden hob sich die Nase meines Drachen beim Aufrichten noch ein wenig mehr an. Entweder der leichte Seitenwind oder eine kleine Ablösung genügte dann, um mir die linke Fläche kurz vorm Aufsetzen anzuheben und mich gradewegs auf den massiven Windsackmast zuzulenken. Ich sah mich schon bei einer herzlichen Umarmung des selben, als ich gerade noch leicht nach links korrigieren konnte. Aufgrund der zu geringen Fahrt gelang das Manöver aber nur teilweise und so prallte die rechte Fläche des Spyders gar heftig gegen den Windanzeiger und brach lautstark.

Die sofort herbeigelaufenen Helfer fanden mich bei guter Gesundheit etwas verdreht unter meinem Sportgerät und befreiten mich aus dem Gebüsch. Bei der anschließenden Schadensbetrachtung viel sofort der ca. 40 cm lange Riss in der Anströmkante auf, durch den sich das zerbrochene Flügelrohr etwas 2 Meter vom Flügelende seinen Weg ins Freie gesucht hatte. Das ist natürlich weitaus ärgerlicher, als der “Rohrbruch”.

Dumm gelaufen! Der Spyder will (das hatte ich in der Vergangenheit ja schon festgestellt) wirklich sehr schnell gelandet werden. Merkwürdigerweise liegt bei diesem Drachen (obwohl Turmgerät) die Minimalgeschwindigkeit höher als bei den meisten Turmlosen.

Zurück zu Hause rief ich dann gleich bei Seedwings in Österreich an und habe für Dienstag einen Reparaturtermin vereinbart. Na gut, fahre ich halt ins Zillertal. Wollte ich da nicht sowieso bald mal wieder hin (siehe Stöckchen)??? In der Hoffnung auf fliegbare Bedingungen, leihe ich mir von den Seedwings-Leuten dann am Dienstag einen Drachen aus und genieße den Tag in Österreich.

Die Flugplanung für morgen (Brunsberg) ist somit gestrichen :-(


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    4 Kommentare geschrieben zu "Rohrbruch"
    Matthias am 5. August 2007 um 00:52 Uhr

    Schade hättest du nen Termin am Donnerstag genommen, wär ich wohl mitgefahren.

    Ulli am 6. August 2007 um 09:30 Uhr

    Doppelt ärgerlich, einmal der Rohrbruch und zum anderen gab es eine Stunde später super Thermikbedingungen. Du hättest mit der Landung warten sollen. Spaß beiseite, Hauptsache es gab keinen Personenschaden. Gruß Ulli

    Detlev am 6. August 2007 um 09:45 Uhr

    Ja, ich Idiot!!!
    Nach knapp 2 Stunden dachte ich, dass es nicht besser wird und hatte keine Lust mehr. Und dann bin ich noch zu blöd zum Landen :-) )
    Du hast es richtig gemacht. Habe mir Deinen Flug schon angesehen. Echt schön!

    Thomas am 2. Oktober 2007 um 14:49 Uhr

    Hallo Detlev,

    immerhin hast Du Dich nicht verletzt, dass ist doch das wichtigste!
    Mir passiert das auch öfter, dass ich mich dabei ertappe bei den Landungen zu langsam reinzukommen, weil die letzten Landungen gerade super gelaufen sind.
    Es ist eigentlich immer besser mit mehr Überfahrt reinzukommen, und auch möglichst lange noch eine Hand an der Basis zu belassen, bevor man mit beiden Händen am Steuerbügelseitenrohr ist und dann etwas anfälliger für seitliche Böen. Nachteil ist natürlich der lange Gleitweg im Bodeneffekt – solange die Landewiese lang genug ist, biete das ja sogar noch mehr Zeit um den optimalen Punkt zum rausdrücken zu erspüren. Zu langsam in Bodennähe auch ohne Böen kann auch schnell mal zu einem Ringelpiez führen – von unsanftem Ausetzer bis Armbruch ist dabei alles drin.

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