“… broken wings …” so eine Zeile kommt in jedem dritten englichen Schlager vor. Genau so schlecht, wie es sich anhört, fühlt sie sich auch an:
Nach einem schönen, knapp 2-stündigen Flug an der Porta, habe ich mir heute bei der Landung das rechte Flügelrohr zerbrochen. Und zwar auf saudämliche Art. Im Endanflug war ich offensichtlich ein wenig zu langsam und kurz vorm Boden hob sich die Nase meines Drachen beim Aufrichten noch ein wenig mehr an. Entweder der leichte Seitenwind oder eine kleine Ablösung genügte dann, um mir die linke Fläche kurz vorm Aufsetzen anzuheben und mich gradewegs auf den massiven Windsackmast zuzulenken. Ich sah mich schon bei einer herzlichen Umarmung des selben, als ich gerade noch leicht nach links korrigieren konnte. Aufgrund der zu geringen Fahrt gelang das Manöver aber nur teilweise und so prallte die rechte Fläche des Spyders gar heftig gegen den Windanzeiger und brach lautstark.
Die sofort herbeigelaufenen Helfer fanden mich bei guter Gesundheit etwas verdreht unter meinem Sportgerät und befreiten mich aus dem Gebüsch. Bei der anschließenden Schadensbetrachtung viel sofort der ca. 40 cm lange Riss in der Anströmkante auf, durch den sich das zerbrochene Flügelrohr etwas 2 Meter vom Flügelende seinen Weg ins Freie gesucht hatte. Das ist natürlich weitaus ärgerlicher, als der “Rohrbruch”.
Dumm gelaufen! Der Spyder will (das hatte ich in der Vergangenheit ja schon festgestellt) wirklich sehr schnell gelandet werden. Merkwürdigerweise liegt bei diesem Drachen (obwohl Turmgerät) die Minimalgeschwindigkeit höher als bei den meisten Turmlosen.
Zurück zu Hause rief ich dann gleich bei Seedwings in Österreich an und habe für Dienstag einen Reparaturtermin vereinbart. Na gut, fahre ich halt ins Zillertal. Wollte ich da nicht sowieso bald mal wieder hin (siehe Stöckchen)??? In der Hoffnung auf fliegbare Bedingungen, leihe ich mir von den Seedwings-Leuten dann am Dienstag einen Drachen aus und genieße den Tag in Österreich.
Die Flugplanung für morgen (Brunsberg) ist somit gestrichen