Nein, wir freuen uns nicht, dass der Urlaub endlich vorbei ist! Von der einen Seite wurde mir aber zugetragen, dass die Berichterstattung so nüchtern sei, von einer anderen Seite, dass man Maik nie sieht … dem wollten wir nun entgegenwirken.
Richtige Freude kam bei mir aber heute vormittag auf, als sich rausstellte, das dieser letzte Tag in Interlaken fliegerisch der beste Tag werden könnte. Ich wollte gerade allein zum Niederhorn auffahren, als Primoz um die Ecke bog – meist ein Zeichen für seeehr gutes Wetter. Kurz darauf brauste Simon auf den Parkplatz. Er hatte Maik in Interlaken getroffen und von ihm gehört, dass ich schon auf dem Weg nach oben bin.
Gegen 14 Uhr starteten wir kurz hintereinander. Primoz zeigte uns den Bart zur Basis, die bei ca. 3800 Meter lag. Leider darf wochentags über dem Niederhorn eine Höhe von 2600 Metern nicht überschritten werden, was als Ausgangshöhe für einen sicheren Anschluss nach einer Talquerung nicht gerade komfortabel ist.
Nach 6 Flugtagen und 7 oder 8 Flügen war mir auch nicht mehr nach extremen Anstrengungen zu Mute. Ich spüre schon seit Tagen jeden Knochen und jeden schreibtischverkümmerten Muskel und ich freue mich schon wieder darauf, dass ich an der Porta meinen Drachen fast dort aufbauen kann, wo ich parke.
Bei besagten 2600 Metern stieg ich also jeweils brav aus den kräftigen Bärten aus und kehrte nach fast 2 Stunden herrlichster Ausicht und einiger Seeüberquerungen freudig und glücklich auf die Landewiese nach Interlaken zurück. Ein perfekter Abschluss!
