Jul
16
    
Abgelegt unter (Flugbuch) von Detlev am 16-07-2007

16072007.jpgUm kurz nach 7.00 Uhr war ich im Büro (Ja, für mich ist das extrem früh!), denn ich wollte heute ja endlich wieder fliegen. Ich bin dann aber doch erst um 11.30 Uhr an der Porta gewesen. Und ich sag’ noch: “Heute kann man eigentlich nicht zu spät starten!”. Ich hätte mal auf mich selbst hören sollen.

Ich war dann als erster in der Luft. Bei 16 km/h und böse ruppiger Blauthermik (bei immerhin 35 °C im Schatten kein Wunder) war das Obenbleiben kein großes Problem und ich hab’ auch nichts dagegen, wenn’s ein wenig zur Sache geht.

Ich konnte ein paar mal auf knapp 1.000 Meter hochdrehen. Dabei versetze es mich, wie üblich, ganz ordentlich hinter den Berg, was aber kein großes Problem darstellte. Mit kräftig durchgezogenem Bügel ging es immer wieder flott nach vorn, wobei die Luft bei steigender Temperatur (so gegen 13.30 Uhr) immer unruhiger wurde. “Heute kann man eigentlich nicht zu spät starten!”, dachte ich. Ich Idiot! Hätte lieber noch warten sollen. Der Tag war ohnehin Grenzwertig – da hätte ich auch deutlich später einen vielleicht entspannteren Flug haben können.

Ich entschied mich, noch möglichst lange in der Luft zu bleiben, um es unter weniger bockigen Umständen bei der Landung etwas einfacher zu haben. Als ich gerade mal wieder bei einer Höhe von ca. 700 Metern auf dem Weg zurück zur Vorderseite des Berges war, fing es derart an, zu blasen, dass ich sogar mit voll gespannter VG und durchgezogenem Bügel sanft rückwärts flog. Zudem muss sich im selben Moment vor dem Berg ein richtig heftiger Bart zusammengebraut haben, der mich (direkt dahinter) in sinkender Luft mit über 3 m/sec. Fahrstuhlartig richtung Hangkante drückte.

landeplatz.jpgBei etwas 100 Metern über dem Berg und noch deutlich hinter der Kante entschied ich: “Bloß weg hier!” Mit allem, was der Spyder hergab, raste ich nach hinten vom Berg weg. Die Leeturbulenzen erwischten mich später, als ich vermutet hatte – dafür aber um so heftiger. Auch das Heißluftgeblubber der Häuser war nicht gerade bequem. Ich landete dann aber noch ganz sanft auf einem riesigen Stoppelfeld an der Portastraße.

Drachen abbauen, Taxi rufen, Auto holen, Drachen abholen. Ende


Ähnliche Artikel:



Kommentar schreiben

Name: 
Email: 
URL: 
Kommentare: