Mai
16
    
Abgelegt unter (Flugbuch) von Detlev am 16-05-2009

16052009

Ich traute meinen Augen heute nicht, als ich um 10:30 Uhr an der Porta ankam und allein auf der Landewiese stand. Noch viel besser konnte das Wetter kaum werden und ich fragte mich, wo meine Clubkameraden steckten. Zum Glück kam Jürgen kurz darauf angedüst, Sven meldete sich und unser niederländicher Flugreisender war schon auf dem Berg.

Ich startete zuerst in ein noch sehr ruhiges Aufwindband. Zunächst hatte ich einige Probleme mit meiner Liegeposition. Mein Camelbag war beim Start etwas tiefer gerutscht und dückte auf den Hebel für die Positionsverstellung über dem Gesäß. Ich musste mich also zunächst auf der Basis abstützen, um nicht kopfüber zu hängen. Ich musste dann erst einmal Wasser ablassen, um das Camelbag am Schlauch kräftig ein Stück hoch ziehen zu können. Nach 10 Minuten hatte ich es endlich geschafft und konnte mich aufs Fliegen konzentrieren.

Das wurde dann auch nötig. Die Thermik setzte geradezu schlagartig und stellenweise brutal ein. Mit kräftigem Steigen gings plötzlich schneller an die Basis, als mir lieb war. Es war anfangs nicht einfach, den gr0ßflächigen und dunklen Wolken mit niedierger Basis zu entkommen. Ebenso heftig ging es andernorts aber auch wieder runter. Zweimal hing ich kurz irgendwie schwerelos in meinem Gurt, hörte dann die Segellatten auf den Querholm schlagen und krachte mit einem Ruck wieder voll in den Karabiner. 

Später wurde es dann angenehmer. Aufgrund einer kleinen Familienfeier am Nachmittag musste ich nach knapp 2 Stunden und einem kurzen Ausflug zur Autobahn landen. Trotzdem war der Flugtag ein schönes Geschenk. Am Mittwoch geht es dann mal wieder nach Interlaken. Die Wetterprognosen sehen ganz gut aus und ich hoffe, viel fliegen zu können.


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