Nein, keine Angst! Es ist nichts passiert. Aber obwohl ich gern heute auch wieder fliegen würde, ist es nicht schlimm, wenn ich ein paar Tage pausiere.
Am Samstag war ich mit Andreas, Yeti und Frosch in Vinsebeck zum Windenschlepp. Der Tag entwickelte sich wettertechnisch viel schlechter als vorhergesagt (jedenfalls in der Gegend). Genau über dem Schleppgelände löste sich jede der weit angereisten Wolken auf. Am Mittag gelang es mir zwar auf 1200 Meter aufzudrehen aber ich stand trotzdem 35 Minuten später wieder neben Andreas und Frosch, die kurz vor mir noch gar keine aufsteigende Luft finden konnten. Am Nachmittag hatten wir dann bei weiteren Versuchen noch alle Pech mit vergeigten Schlepps (à la Gleitschirm), Katapultstarts, Sollbruchstellen und seltsamer Landungen. Erst am Abend gelang es Frosch und Yeti, sich in später Thermik zu halten und gute Höhen zu erfliegen. Gegen 19:30 machte ich meinen vierten Start und flog ich auch noch einmal ein halbes Stündchen – kam aber an Yetis Höhe nicht mehr ran.
Am Sonntag kam der angekündigte Ostwind und ich fuhr zum UL-Schlepp an die Porta. Nach dem anstrengenden Samstag passte mir ein kräfteschonender Atos-Flug gut in den Kram. Bei guter Blauthermik und mit einigen, nach Otterpohl völlig überflüssigen Cumuli (” … die standen nur da, wo man sowieso weiß, dass es dort rauf geht!”), gings rasch auf über 1.300 Meter und erstaunlich rasch auch wieder runter. Eine halbe Stunde nach dem Start ärgerte ich mich fast in Grund und Boden. Ich hatte den Gurt schon geöffnet und setzte zur Landevolte an, Andreas schob rasch das UL zur Seite und machte die Bahn frei, als ich neben der Landewiese ganz langsam wieder aufdrehen konnte und schließlich mit deutlichem Versatz in den vierstelligen Bereich zurück flog. Ich entschied mich dafür, in der Nähe zu bleiben und auf jeden Fall wieder an der Porta zu landen. Ein Flug mit Rückenwind hätte mich sicher bei den erflogenen Höhen relativ weit gebracht aber ich wollte nicht ohne vorher organisierte Rückholung am Sonntagabend irgendwo in der entgegengesetzten Richtung zu meiner Heimat stehen und für ein Dreieck fand ich die Bedingungen nicht optimal.
Später flog ich noch ein Weilchen nach Osten am Gebirge entlang – immer mit einem Auge auf dem Höhenmesser, um den Rückweg sicher zu gewährleisten. Hinter Bückeburg hätte ich mich dann noch fast versenkt. Sehr tief über einem Friedhof stiegen wohl gerade ein paar Seelen auf und nahmen mich ein Stück weit wieder mit nach oben. Nach 4,5 Stunden meines “Nichtstreckenfluges” kam ich zurück zur Landewiese, wo direkt vor mir Bernd (der auch vor mir gestartet war) nach einem schönen Dreieck aufsetzte.