Jul
08
    
Abgelegt unter (Flugbuch) von Detlev am 08-07-2007

detlev_08072007.jpgDie Wolkenstraßen sahen heute vielversprechend aus – die Windrichtung (240°+) nicht. Wir waren alle früh am Start und sind, nachdem die ersten zwei Piloten gleich abgesoffen sind, zügig nacheinander gestartet, um vor dem immer weiter westwärts drehenden Wind draußen zu sein.

Gleich nach dem Start, ich hatte die Beine noch nicht ganz im Gurt, schlug mir eine Thermikblase einseitig unter die linke Fläche und ich drehte mit voll durchgerissenem Steuerbügel auf die Bäume zu, um mich gleich anschließend mit einem Not-Wingover aus dieser brenzlichen Lage zu befreien.

Danach ging es etwas ruhiger weiter. Der Hangaufwind brachte mich auf ca. 200 Meter über Start und kurz darauf drehte ich in ganz anständiger Thermik auf knapp 800 Meter. Da war Schluss. Viel höher ging es nicht. Zur Basis fehlten mindestens noch 500 Meter. Aber irgendwie kam ich nicht höher. Die anderen auch nicht.

Der Weg zurück am Hang kostete mich bei 3 Meter Sinken fast meine ganze Höhe. Auf der Suche nach etwas Aufwind vor dem Hang verlor ich weiter kostbare Meter. Ich hatte mich gerade entschieden, mit der Landeeinteilung zu beginnen, als ich 150 Meter über der Landewiese direkt in einen wunderbaren Bart hineinflog, der mich mit 5m/sec. in wenigen Kreisen wieder zurück auf fast 1.000 Meter brachte. Während ich so dahin drehte, viel mir auf, dass außer mir (Detlev Hoffmann) nur noch Peer Hoffmann und Ulrich Hoffmann in der Luft waren und im selben Bart drehten. Der “Hoffmann-Bart”, dachte ich.

Wieder war deutlich unterhalb der Basis Schluss. Peer schoss mit seinem Combat gegen den Wind ans andere Ende, verlor zwar auch an Höhe, erwischte aber sofort einen tollen Bart und drehte gleich weider hoch. Ulli und ich verloren bei seiner Verfolgung wieder unsere gesamte Höhe und der Bart war inzwischen auch unerreichbar. Obwohl ich in der Themik erstaunlich gut mithalten kann, ist mein Spyder gegen den Wind einfach zu langsam.

Wir flogen noch eine halbe Stunde auf der Suche nach brauchbarer Thermik am Hang und über den Wiesen entlang und landeten dann fast gleichzeitig nach immerhin 1,5 Stunden Flug.

Von Peer fehlte jede Spur. Er wird seinen Plan, zum Ith zu fliegen in die Tat umgesetzt haben. Nachdem Ulli auch 2 Stunden nach der Landung nichts von ihm gehört hatte, wird es wohl geklappt haben. Ich bin gespannt und werde berichten.

Für Fotos oder Videos war während des Fluges heute keine Zeit. Nur zwei kurze Videos von Ullis späterem Start hinter dem UL, sind unter Videos zu finden.

Ach übrigens: Meine Landung war wieder Mist. Die anderen meinten zwar, es lag nicht an mir (es war schon arg bockig), aber das macht sie trotzdem nicht besser.


Ähnliche Artikel:



Kommentar schreiben

Name: 
Email: 
URL: 
Kommentare: