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Abgelegt unter (Allgemein, Flugbuch) von Detlev am 24-04-2009

combat09_2tNach dem ersten Flug mit dem neuen Combat 09 mit Heckflosse war klar: Das ist irre! An den vergangenen zwei Tagen haben Ulli und ich unsere neuen Flügel ausprobiert und sind begeistert. Obwohl ich vorher ja auch einen Combat flog, ist nun doch alles anders. Das hat drei Gründe:

Erstens hat der 09er gegenüber dem 07er einen anderen Segelschnitt und ein verändertes Profil. Wie sehr sich diese Veränderungen auf die Steigtleistung auswirken, werden die nächsten Flüge zeigen – die Gleitleistung ist jedenfalls beachtlich. Ohne den gewohnt hohen Kraftaufwand ließ sich der Vogel ganz sanft auf 111 km/h beschleunigen (einfach mal so). Absolut ruhig und Spurtreu pfiff er mit mir über das Tal.

Zweitens ist meine neue Fläche kleiner (jetzt Combat 13, vorher 14).  Diesem Umstand ist sicher auch ein gewisses Maß an Agilität zuzuschreiben, das mir aber sehr gut gefallen hat.

Drittens, und das ist eine der am deutlichsten spürbaren Veränderungen, befindet sich am Kielende meines neuen Deltas nun die in der Schweiz neu entwickelte Vollcarbon-Flosse. Mit ihren 1,5 Metern Spannweite und wenigen Gramm Gewicht erfüllt sie am Heck echte Glanzleistungen.

Start: Bei Windstille korrigiert sie nach zwei Schritten den Anstellwinkel des Gleiters automatisch auf den Idealwert. Als wollte sie einem sagen: “Kümmer Du dich mal ums Laufen – den Rest regel ich hier hinten schon!” Ohne Tendenz zum Aufmachen schiebt sich die Fläche horizontal in die Luft. Beim Start mit etwas Wind von vorn, fragt man sich schon beim Ausrichten, ob am Kielende ein Fluglehrer ständig den Anstellwinkel optimiert.

Flug: Kaum ist man mit den Füßen im Gurt, fällt es einem auf: Das Leitwerk arbeitet zuverlässig allen Turbulenzen entgegen und lässt den Steuerbügel sozusagen auf Kinnhöhe “einrasten”. Mit einer Trimmspeed von 40 km/h düst die Fläche ohne jeden Ausschlag um die Querachse durch Turbulenzen, als wenn man mit einer großen Limousine über eine Bodenwelle fährt. “War da ein kleines Schlagloch in der Luft? – Oder bin ich über irgend etwas rüber geflogen?” Egal! In der Themik das gleiche Gefühl. Als ich gerade den Bügel vollständig loslasse, um die Trimmspeed zu erfliegen, piepst plötzlich das Vario. 1 m/s. … 2 m/s … dann greife ich irgendwann mal zum Bügel und leite einen Kreis ein. Ich fühle mich meiner Aufgaben für die Arbeit um die Querachse entzogen. Na warte! Ich kann auch anders. Ich ziehe ca. 3,5 Meter VG-Seil aus dem Seitenrohr. Die Speedbar wandert auf Brusthöhe – die Geschwindigkeit auf 48 km/h. Dann wollen wir mal! Sanft ziehe ich den Bügel mit 4 Fingern nach hinten. Ehe der Staudrucksensor es richtig gemerkt hat, sause ich bereits mit entspannten 80 km/h über die Landschaft. Dann drücke ich die Arme etwas weiter durch und beobachte meinen Tacho. Flott steigt der Wert. Als ich den dreistelligen Bereich erreiche, höre ich ein hohes Pfeifgeräusch, welches offensichtlich auch auf der Landewiese wargenommen wird, die ich gerade mit ca. 300 Meter Höhe überquert habe. Bei 111 km/h und dem Gefühl, dass das noch nicht das Ende war, lasse ich den Bügel wieder langsam kommen und schieße sogleich wieder deutlich nach oben. Es gibt Diskussionen darüber, dass die Flosse möglicherweise bremsen soll …. soso.

Meine Gerät ist ca. 0,5 Grad über DHV eingestellt. Da bremst gaaaar nichts. :-)

Korrektur: Das Gerät ist sogar 1,5 Grad über der DHV-Einstellung mit Flosse (- 0,5 Grad ohne Flosse)


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    1 Kommentar geschrieben zu "Stoßdämpfer, Tempomat, ESP, Spoiler…"
    Fritze am 27. April 2009 um 12:27 Uhr

    Super Beschreibung und macht eins klar: spätestens in 2 Jahren haben ALLE neuen Flexis die Flosse…

    Bist Du schon im UL-Schlepp geflogen? Nein? Klar denn ohne Räder im Schlepp zu fliegen ist nicht erlaubt.
    Wir haben jetzt das Radsystem auch für die profilierte Aeros-Combat-Speedbar lieferbar. ;-)

    Gruß Fritze

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