Für heute war von unserem Club die jährliche “Geländehauptreinigung” angesetzt. Bei dieser Aktion wird einerseits Müll in der Umgebung von Start- und Landeplatz eingesammelt und andererseits werden Büsche und Bäume zurückgeschnitten, um das Starten und Landen sicher zu halten. Zeitgleich mit unserer Aktion lief die Aktion “Saubere Landschaft” der Stadt Porta Westfalica, bei der Vereine, Verbände und Organisationen aufgerufen waren, Müll von Straßenrändern, Gräben und Böschungen zu sammeln. Eine Aktion, die sich gelohn hat, wie das Foto vom Landeplatz-Müllberg zeigt.
Anschließend blieb noch genug Zeit, um bei sanfter Frühlingsthermik und gleichmäßigen Südwestwind ein paar Stündchen zu fliegen.
Ganz ohne Stress geht das ja bei mir in letzter Zeit nicht. So auch heute:
Nach gut einstündigem Flug kreiste ich ca. 15 Minuten über dem Landeplatz. Statt runter, ging es eher immer weiter hinauf. Die Thermik brodelte ganz anständig von der anderen Weserseite hinauf und ich ließ mich immer wieder darauf ein, doch noch einmal hochzudrehen. Als ich dann schließlich beschloss, die Höhe “gewaltsam” abzubauen, bemerkte ich (leider erst in etwa 80 Meter Höhe über dem Landeplatz), dass Christian mit seinem “UNO” nur knapp über mir auch seine Landung vorbereitete.
Um uns beiden genug Platz für eine zeitgleiche Landung zu geben, flog ich hoch ein und peilte die hintere Hälfte der Landewiese an. Auch eine gute Glelegenheit, um bei hohem Anflug endlich einmal in Ruhe den Bremsschirm auszuprobieren, dachte ich. Der Griff zum Schirm passte, er kam einfach und leicht heraus, ich ließ ihn nach hinten los und richtete mich im Endanflug auf. Am Gleitwinkel änderte sich zu meinem Erstaunen nichts. Ich flog bis ins allerletzte Eck der Wiese. Nach langem Rückmarsch berichtete man mir, dass sich der Bremsschirm gleich nach dem Öffnen in der Unterverspannung verhakt hatte und dort wirkungslos herumhing.
Krönender Abschluss des Tages war dann noch eine groß angelegte Suchaktion:
Als ich meine Brieftasche aus dem Gurt holen wollte, blieb ich erstarrt vor der offenen seitlichen Gurttasche stehen. Der Reißverschluss war von hinten sozusagen aufgeplatzt und sowohl Brieftasche als auch Messer waren verschwunden. Zunächst hatte ich die Befürchtung, beides im Flug verloren zu haben – fand dann aber das Messer an der Stelle, wo ich den Gurt abgelegt hatte. Mit ca. 10 – 15 Piloten suchten wir dann systematisch die gesamte Landeumgebung ab und fanden schließlich zu meiner Erleichterung meine Brieftaschen (mit Kreditkarten, Bargeld, Führerschein und Personalausweis) Puuuuuh!!!
Vielen Dank noch einmal, für’s Suchen und Finden!