Eigentlich war es nie weg!
Rückblende
1986 flog ich mit ein paar anderen Piloten bei kräftigem Ostwind am Brunsberg. Das war nur wenige Tage nach der Tschernobyl-Katastrophe. Zu dem Zeitpunkt war das genaue Ausmaß des Zwischenfalls noch nicht bekannt. Auch nicht, dass der in diesen Tagen herrschende Ostwind eine radioaktive Wolke mit sich trug, die mit größerer Höhe an Intensität zunahm. Davon muss ich wohl irgendwas zurückbehalten haben …
Eben jedenfalls fand ich mein Vario, man glaubt es kaum, in den unergründlichen Tiefen meines Gurtzeugs wieder. Ist das bescheuert? Ja!
Ich hattes es am Samstag, nachdem ich das Vario vermisst hatte, schon gründlich durchsucht. Zwischen der Matrixhaut, der Slider-Mechanik und den diversen Polstertaschen gibt es verdammt viele Zwischenräume. Ich war mir sicher, dass es da nicht drin ist. Sooo winzig ist das 6030 mit verlängerter Auslegerhalterung ja auch nicht. Auch nach 2 Flügen habe ich es nicht bemerkt. Beim Zusammenpacken hatte ich allerdings Schwierigkeiten, der Gurt richtig zusammenzufalten. Mit Mühe und Not bekam ich ihn in den Packsack.
Zu Hause wollte ich den Gurt dann am Abend noch einmal sauber zusammenlegen, war aber zu Müde und verschob das auf heute. Im Büro kam mir heute dann erst der Gedanke, dass das sperrige Verhalten möglicherweise von der verlängerten Halterung des Varios herrühren könne. Zwischen seitlichem Beinpolster und Außenhaut fand ich dann, etwas verklemmt aber unversehrt, mein Instrument.
Jetzt gehe ich schlafen. Verstrahlt aber glücklich ….